Kürzlich hat der Bundestag den Haushaltsplan für 2026 beschlossen. Die Abgeordneten werden es nicht wissen, aber in jedem Bundeshaushaltsplan steckt ein Stück Doctronic. Leider nicht als Haushaltsposition, aber doch an entscheidender Stelle.
Angefangen hat das vor mehr als 20 Jahren mit einer Machbarkeitsstudie fürs Bundesfinanzministerium. Es ging darum, einen besseren Weg zu finden, die massiven Zahlen- und Tabellensammlungen zu Papier bzw. in formatierte PDFs zu bringen. Das BMF hatte von neumodischen Dingen wie XML und XSL-FO gehört, die Nerdsuchmaschine angeworfen und uns gefunden.
Das XML kam (und kommt heute noch) aus Datenbanken, in denen während der Erstellung und Verhandlung die Einzelhaushalte der Ressorts bis ins kleinste Detail abgelegt werden. Nachdem wir in der Machbarkeitsstudie gezeigt hatten, dass XML und XSL-FO geeignet sind, die komplexen Tabellenstrukturen des Haushaltsplans in druckreifes PDF zu gießen, durften wir das dann auch umsetzen.
Dabei ging und geht es nicht nur um die Druckvorlage für den fertigen Gesamthaushalt, der auf Dünndruckpapier gerade noch zwischen zwei Buchdeckel passt. Es geht auch um Einzelhaushalte und Auszüge, die schon während der Erstellung zuhauf on demand produziert werden, um den VerhandlerInnen und SachbearbeiterInnen als Arbeitsgrundlage zu dienen.
Auf den Bundeshaushaltsplan folgte sein Gegenstück, die Rechnungslegung des Bundes. Beide Zahlen- und Tabellenwerke werden seitdem von unseren XSL-FO Satzautomaten durch die Mangel gedreht, die heute vom ITZBund fürs BMF betrieben werden. Die Ergebnisse liegen im Downloadcenter zur kritischen Prüfung bereit: https://www.bundeshaushalt.de/DE/Download-Portal/download-portal.html
