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Wer nur Content liefert, wird unsichtbar

Ein Buch wird übergeben. Die übergebende Person ist halbtransparent.

Relevanz, Aktualität, Kompetenz und Verlässlichkeit – wer glaubt, diese Begriffe seien im Fachverlagsmarketing überstrapaziert, sollte sein Synonymlexikon vorglühen. Denn wenn es darum geht, im AI-Zeitalter als Fachinformationsanbieter zu bestehen, kommt es genau auf diese Tugenden an. Denn nur sie ermöglichen eine Abgrenzung vom generischen AI Chatbot.

Das gilt nicht allein für den Content, mit dem ein Verlag auf den Markt geht, auch wenn der weiterhin King ist. Das gilt fürs ganze Paket: Für die Plattform, mit der die Inhalte bereitgestellt werden, für deren Funktionalität und Usability – einschließlich der AI-Features, die selbstverständlich integriert werden müssen.

Entscheidend ist dabei, unter eigener Flagge zu segeln und mit eigenen, zeitgemäßen Angeboten Kunden an sich zu binden. Wer sich auf die Rolle eines reinen Contentlieferanten für anderer Leute Produkte reduzieren lässt, insbesondere für anderer Leute AI-Produkte, der macht sich unsichtbar und leistet der eigenen Obsoleszenz Vorschub.

Entscheidend ist deshalb auch, den Zugriff auf die eigenen Schätze gut zu kontrollieren. Auch und gerade dann, wenn es nicht mehr nur Menschen sind, die auf Inhalte zugreifen möchten, sondern auch Crawler, Agenten und, ahem, Models (SCNR).

Das ist kein Risiko. Das ist eine Chance. Da tun sich neue Erlösmodelle auf. Denn „kontrollieren“ heißt „steuern“, „messen“, „monetarisieren“.

Was tun?

Gerne mal reden. Zum Beispiel die Tage in Frankfurt (Halle 4.1 Stand H69).

Ihr Carsten Oberscheid

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